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6. Filmkreis Shorts - Einreichen von Filmen ab heute möglich!

15.07.2019

Alle Informationen zu den 6. Filmkreis Shorts finden sich unter https://filmkreis.de/shorts

Brennpunkt Deutsches Kino

14.07.2019

Diese Woche halten wir dem Abgesang aufs deutsche Kino mit zwei interessanten Filmen entgegen.
Während „Luz“ die Abschlussarbeit des Studiums und Langspielpremiere von Tilman Singer darstellt, stammt „Mein Bruder heißt Robert und ist ein Idiot“ von dem renommierten Regisseur Philip Gröning.

Der Retro-Horrorfilm „Luz” bietet ästhetische Bilder (gefilmt auf 16 mm Film) und stellt eine Hommage an den italienischen Horrorfilm der Achtzigerjahre dar. Soundtrack und Tongestaltung erledigen den Rest, um den Zuschauer in seinen Bann zu ziehen.
Auf der Berlinale 2018 lief er in der Sektion „Perspektive Deutsches Kino“, konnte seitdem einige Preise gewinnen und startet diese Woche sogar in den USA in den Kinos.
Im Verlauf des Films verschwimmen Vergangenheit und Gegenwart. Eine Außenwelt scheint es in dem dunklen, kammerspielartigen Werk nicht zu geben.

Anders in „Mein Bruder heißt Robert und ist ein Idiot“: Der Film kommt mit seinen hellen Bildern aus der Natur fast ohne Innenräume aus. Dennoch trägt er ebenso Züge eines Kammerspiels. Auch spielt Zeit hier eine zentrale Rolle.
Während sie am Anfang des Wochenendes, an dem der Film spielt, für die Zwillinge still zu stehen scheint, bricht im letzten Teil die unkontrollierbare Gegenwart über die Filmfiguren herein.
Viel Zeit benötigten übrigens Schnitt und Post-Produktion. So wurde der Film bereits 2013 unter großem Aufwand gedreht.
Philip Gröning, der schon auf zahlreichen internationalen Festivals ausgezeichnet wurde (u.a. Venedig), trat 2018 mit seinem fordernden und provokanten Werk erstmals im Wettbewerb der Berlinale an.
Hauptdarstellerin Julia Zange kennt man eher als vielbeachtete Nachwuchsautorin.

Am Donnerstag findet unser letzter regulärer Audimax-Termin des Sommersemesters statt.
In „Assassination Nation“ kommt es in der berüchtigten Stadt Salem in Massachusetts nach einem großen Datenhack zu einer modernen Hexenjagd, bei der der Shitstorm aus heutigen „sozialen“ Medien auf der Straße ausgetragen wird.
Bitte beachtet die ungewöhnliche Startzeit um 20:30 Uhr!

Unglaublich

08.07.2019

Am Dienstag liefern wir den passenden Film zur aktuellen Debatte.

Wie viel zählt die Menschenwürde auf dem Mittelmeer? Der Fall von Carola Rackete, Kapitänin der Sea-Watch 3 zeigt aktuell, wie Seenotretter kriminalisiert werden und Hilfe unterbleibt.
Im Film „Styx“ beschäftigt sich Regisseur Wolfgang Fischer mit eben jener humanitären Frage. Dabei wird das kammerspielartige Stück hauptsächlich von Hauptdarstellerin Susanne Wolff getragen. Honoriert wurde ihre Leistung beim Deutschen Filmpreis 2019 mit der Auszeichnung in der Kategorie „Beste weibliche Hauptrolle“. Außerdem erhielt das Werk Preise in den Kategorien „Beste Kamera“, „Beste Tongestaltung“ und „Bester Spielfilm“ (Filmpreis in Silber).
Für die Musik zeichnete sich übrigens Dirk von Lowtzow verantwortlich, ansonsten bekannt als Sänger und Gitarrist der Band „Tocotronic“.

Im Rex geht es am Mittwoch kammerspielartig weiter. Der Film „The Guilty“ spielt lediglich in der Notrufzentrale der Polizei und beobachtet den Polizisten Asger Holm, wie er mit einem Entführungsopfer spricht. Der spannende Fall entfaltet sich daher hauptsächlich im Kopf des Zuschauers.
Der Dänische Beitrag für den besten fremdsprachigen Film der Oscarverleihung 2019 stellt übrigens das Erstlingswerk von Regisseur Gustav Möller dar.

Thematisch lockerer geht es am Donnerstag bei unserem Double-Feature im Audimax zu.
Lange mussten wir auf die Fortsetzung des 2004 erschienenen, Oscar-prämierten Animationsfilm „Die Unglaublichen“ warten. Doch nun ist es soweit! Da der erste Teil nach 15 Jahren eventuell etwas in Vergessenheit geraten ist und die Handlung der Fortsetzung unmittelbar an den ersten Film anknüpft, war dies für uns Grund genug, beide Filme hintereinander im englischen Original zu zeigen.
Die Unglaublichen 2“ lieferte das bis dato erfolgreichste Startwochenende eines Animationsfilms aller Zeiten und rangiert auf der Liste der weltweit erfolgreichsten Filme 2018 auf einem stabilen vierten Platz.
Regie führte wie beim Vorgänger Brad Bird.

Ist das Kunst oder kann das weg?

01.07.2019

Klassischerweise zeigen wir am ersten Dienstagtermin eines jeden Monats ...

... einen französischen Film in Kooperation mit dem ESOC Ciné Club in der Originalfassung mit deutschen Untertiteln. Im Juli wird dies der Film „Das Haus am Meer“ sein.

Am Mittwoch zeigen wir im Programmkino Rex den biografischen Film „Der Junge muss an die frische Luft“, der von den Jugendjahren Hape Kerkelings handelt. Regie führte Oscar-Preisträgerin Caroline Link.

Der Regisseur unseres Donnerstagsfilms Florian Maria Georg Christian Graf Henckel von Donnersmarck wurde bereits ebenfalls mit einem Oscar ausgezeichnet. Auch „Werk ohne Autor“ galt bei der Verleihung 2019 als deutsche Hoffnung. Nominiert in den Kategorien Bester fremdsprachiger Film und Beste Kamera, konnte er jedoch nicht gewinnen, obwohl der Film alles aufweist, was international von einem guten deutschen Film erwartet wird, sprich deutsche Geschichte, vorzugsweise aus Zeiten des Nationalsozialismus.

Wenn Wünsche in Erfüllung gehen ...

23.06.2019

Wir starten die Woche mit dem besten A-Movie für B-Movie-Fans.

Produziert von J.J. Abrams liefert „Operation: Overlord“ optische Schauwerte. Was als harter Kriegsfilm über die Landung eines amerikanischen Vorauskommandos hinter den deutschen Linien am Vorabend des D-Days beginnt, entpuppt sich alsbald als Horrorfilm über Menschenexperimente der Nazis. Dabei schafft es der Film, seinen Stil und die Spannung über die gesamte Länge aufrechtzuerhalten, ohne durch seine B-Movie-Elemente ins Lächerliche abzudriften.

Zum Ende des Monats folgt am Mittwoch unser BlindDate im Programmkino Rex. Die Sprachfassung wird dieses Mal Nicht-Englisch ohne Untertitel sein. Da kann sich jeder seinen eigenen Reim drauf machen.

Donnerstag wird geliefert! Ihr wolltet es so und so soll es geschehen: „Greatest Showman“. Euer Musical-Wunschfilm erzählt die Geschichte des US-amerikanischen Zirkuspioniers P.T. Barnum, der mit seinen Visionen aus dem Nichts den Grundstein für das moderne Showbusiness legte.
Wir werden den Film in englischer Originalversion zeigen, um den Wechsel der Stimmen zwischen Gesang und Sprache in einer synchronisierten Fassung zu vermeiden. Cheers!

Entführung und Krone

18.06.2019

Diese Woche gibt es lediglich zwei Filme zu sehen.

Am Dienstag zeigen wir im Audimax „Searching“. Der Film behandelt einen Entführungsfall und obwohl sich die gesamte Handlung auf Computer- und Smartphonedisplays abspielt, schafft er es, die Spannung konstant hoch zu halten. Start des Films in der Originalversion ist um 20:30 Uhr (!)

Mittwochs folgt im Programmkino Rex der Film „The Favourite - Intrigen und Irrsinn“. Der Film von Regisseur Yorgos Lanthimos wurde vielfach ausgezeichnet. Bei den Oscarverleihungen 2019 wurde der mehrfach nominierte Film jedoch nur einmal bedacht. Olivia Colman erhielt für ihre Darstellung den Oscar als beste Hauptdarstellerin. Vom American Film Institute wurde das Werk in die Liste der Top 10 Filme 2018 aufgenommen. Auch dieser Streifen wird in der Originalversion gezeigt, um 20:30 Uhr.