News

MADNESS INCOMING!

19.11.2018

Kommen wir gleich zur Sache, denn bis Sonntagabend 25.11. zeigen wir euch insgesamt 24 (!) Filme.


Lange Zeit galt „Plan 9 from Outer Space“ von Ed Wood als schlechtester Film aller Zeiten. Doch die Konkurrenz schläft nicht und so erblickte „The Room“ von Tommy Wiseau 2003 das Licht der Leinwand und erhielt ebenso einen gewissen Kultstatus. Und was schon bei „Ed Wood“ von Tim Burton funktionierte, funktioniert auch bei „The Disaster Artist“: ein Film über die Entstehung eines Films. Und wie schon damals bei den Ed-Wood-Werken zeigen wir beide Filme im Double-Feature. Zunächst „The Disaster Artist“ und im Anschluss „The Room“. Beide im englischen Original.

Am Mittwoch wird es im Programmkino Rex weniger lustig, dafür aber qualitativ deutlich hochwertiger zu gehen. Der Film „Loveless“ des russischen Regisseurs Andrey Zvyagintsev, der bereits mit seinem vorherigen Film „Leviathan“ für Aufsehen sorgte, zeichnet sich in besonderem Maße durch seine Tristesse und seinen Pessimismus aus. Inspiriert vom Meisterwerk „Szenen einer Ehe“ von Ingmar Bergman werden wir als Zuschauer Zeuge wie eine Beziehung zusammenbricht, worunter hier letztendlich ein unschuldiges, ungeliebtes Kind zu leiden hat. Gleichzeitig gibt uns Zvyagintsev einen tiefen Einblick in die russische Gesellschaft. Der Film feierte bei den Festspielen von Cannes seine Weltpremiere und erhielt nicht nur eine Nominierung als bester fremdsprachiger Film bei den Oscars (die zweite nach „Leviathan“ für Zvyagintsev), sondern heimste zahlreiche Preise ein.
Bei uns läuft der Film auf russisch mit deutschen Untertiteln.

Kommen wir nun von einem Film über ein seltsames Verhältnis zu einem Kind zur katholischen Kirche. Ebenfalls seine Premiere in Cannes hatte der Film „Papst Franziskus – Ein Mann seines Wortes“ von Wim Wenders, der 2013 eine Anfrage des Vatikans erhielt, einen Film über das aktuelle katholische Kirchenoberhaupt zu drehen. Der Film bietet eine Mischung aus Archivmaterial, in dem der Papst auf seinen Reisen begleitet wird, Interviews, bei denen Franziskus direkt in die Kamera blickt und nachgestellten Szenen, die aus dem Leben von Franz von Assisi, dessen Wirken Inspiration zum Papstnamen lieferte, stammen. Eben jene schwarz-weiß Szenen wurden mit einer originalen Handkurbelkamera aus den 1920er Jahren gedreht.
Der Film läuft bei uns in Kooperation mit der Evangelischen Studierendengemeinschaft Darmstadt und der Katholischen Hochschulgemeinde Darmstadt.


And now for something completely different: Semester-Highlight - MARVEL MADNESS

Von Freitag- bis Sonntagabend zeigen wir euch alle Filme des Marvel Cinematic Universes (MCU) in der englischen Originalversion.

Zum Mitschreiben: Alle zwanzig bisherigen MCU Filme hintereinander!

Die Abendkasse hat durchgängig geöffnet. Die Startzeiten der einzelnen Filme findet ihr im Programm neben dem Filmtitel. Oder noch besser: ihr benutzt unseren mirakulösen Marvel Madness Kalendergenerator. Dieser erzeugt euch eine persönliche Kalenderdatei mit all jenen Filmen, die ihr sehen wollt, bereit zum Export in euren digitalen Kalender: https://filmkreis.de/mimama

Preise:
30 Euro für alle zwanzig Filme.
oder
10 Euro für jeweils bis zu fünf Filme eurer Wahl.

Vorverkauf:
Es wird seit langem wieder einen Filmkreis-Vorverkauf geben! Sichert euch eure Karte schon vor allen anderen!

Wann?
Mittwoch den 21.11., zwischen 12:30 und 15:30 Uhr

Wo?
Bei THinG (Tag der Hochschulgruppen) im karo5.

Was muss ich beachten?
Bitte bringt für jede Karte, die ihr kaufen wollt, einen gültigen Mitgliedsausweis mit oder füllt euch vor Ort einen aus.

Traurige Randnotiz, die vielen bereits bekannt sein wird: Stan Lee, Erfinder von Iron Man, Hulk, Thor, Spider-Man und Doctor Strange ist am 12.11. im Alter von 95 Jahren verstorben. Durch seine Cameo-Auftritte ist er der einzige Darsteller, der in allen 20 Filmen des Marvel-Marathons zu sehen sein wird. Wir sagen: Excelsior!


Falls ihr übrigens unser Radiointerview bei AudioMax, dem Campusradio, verpasst habt, könnt ihr euch das ganze online anhören: http://audiomax-campusradio.de/audiomax-45-18/

Vielen Dank an das Team von AudioMax! Wir sind immer wieder gerne zu Gast.

Politische Woche

12.11.2018

Diese Woche liefern wir Horror, Drama und Doku rund um politische Säuberung, politische Flüchtlinge und eine politische Band.

Am Dienstag erfahren wir endlich mehr über die Hintergründe der politischen Säuberungsaktionen in der von Michael Bay produzierten Purge-Filmreihe. Das Prequel „The First Purge“ thematisiert die erste Test-Purge auf Staten Island. Auch im vierten Film der Reihe finden sich wieder politische Untertöne.

Im Programmkino Rex begeben wir uns am Mittwoch ins Marseille der heutigen Zeit, obwohl die Geschichte von „Transit“, die sich am gleichnamigen Roman von Anna Seghers orientiert, eigentlich zur Zeit des zweiten Weltkrieges spielt. In der Hauptrolle des politischen Flüchtlings Georg ist der derzeitige Shootingstar des deutschen Kinos, Franz Rogowski, zu sehen. An seiner Seite spielt Paula Beer. Regisseur Christian Petzold, der inzwischen in die Academy berufen wurde, die jährlich die Oscars vergibt, trat mit seinem Werk bei der diesjährigen Berlinale im Wettbewerb an.

Inzwischen kennt sie wohl jeder, auch jene, die mit ihrer Musik nichts anfangen können, denn ihr Name ging in den letzten Wochen öfter durch die Medien. Die Rede ist natürlich von der Punkband Feine Sahne Fischfilet. Nach den Ausschreitungen in Chemnitz spielten sie mit anderen Bands ein Konzert unter dem Motto „Wir sind mehr“, um gegen Rechtsextremismus Flagge zu zeigen. Nur zwei Monate später wurden sie wieder Teil einer öffentlichen Diskussion als ihnen das Bauhaus Dessau, aus Angst vor rechten Protesten, ein geplantes Konzert absagte.
Der Dokumentarfilm „Wildes Herz“ von Charly Hübner, der den meisten eher als Schauspieler bekannt sein sollte, setzt sich mit der Geschichte der Band und vor allem der Geschichte von Frontmann Jan „Monchi“ Gorkow auseinander.

News der Woche

05.11.2018

Am Dienstag läuft wie an jedem ersten Dienstag des Monats ein Film in Kooperation mit ESOC im französischen Original mit deutschen Untertiteln. Diese Woche ist das der Film „Django – Ein Leben für die Musik“ über den Sinti-Jazzmusiker Django Reinhardt und sein Leben während der NS-Zeit. Das Werk eröffnete 2017 die Berlinale.

Unser Mittwochsfilm lief ebenfalls auf der Berlinale (2018) im Wettbewerb, jedoch außer Konkurrenz: Steven Soderberghs auf dem iPhone gedrehter Thriller „Unsane“ über eine Irrenhauspatientin wider Willen.

Am Donnerstag liefern wir euch erschreckende Bilder aus Ghana. Die Dokumentation „Welcome to Sodom“ begibt sich auf einen der größten Elektroschrottfriedhöfe der Welt und setzt sich mit dem Leben der Menschen vor Ort auseinander.

Wer übrigens Bock auf unsere geilen Stimmen hat und uns über unser Programm reden hören will, wird am Dienstag glücklich. Wir sind zu Gast bei AudioMax, unserem Campusradio. Also ab in den Keller, sucht und entstaubt eure alten Transistorradios und dreht um 19Uhr den richtigen Sender ein. Oder Livestream anschalten: http://audiomax-campusradio.de

Reise, Reise!

30.10.2018

Kaum hat das neue Semester begonnen, könnten die meisten von uns eines wieder gut vertragen: Urlaub!

Wir haben diese Woche drei fantastische Reisen im Angebot.

Wie wäre es zum Beispiel mit einem Roadtrip? Unsere Reise startet in Berlin und führt uns über Frankreich und Spanien bis hinunter nach Portugal. Aus unserer modernen Fahrzeugflotte wird ein Mercedes Hymer „303“ Wohnmobil Teil des Angebots sein. Für nur 2,50 € bzw. 5 € (ohne Mitgliedsausweis) werdet ihr Jule und Jan auf ihrer Reise begleiten. Dass das Kennenlernen der beiden durch Gespräche über Gott und die Welt an Richard Linklaters „Before Sunrise“ erinnert, kommt nicht von ungefähr, schließlich arbeitete Regisseur Hans Weingartner bei diesem Projekt als Produktionsassistent mit. Sein Roadmovie eröffnete auf der Berlinale 2018 die Sektion „Generation 14plus“ und wurde später zum Kinosommerhit des Jahres.Unser Reiseangebot richtet sich in besonderem Maße an all jene, die gerade ihren Urlaub in Darmstadt verbringen, also Erasmus-Studenten. Gemeinsam mit unserem Kooperationspartner „Erasmus Student Network“ präsentieren wir den Film „303“ in deutscher Originalsprache mit englischen Untertiteln, für alle, die ihre Deutschkenntnisse verbessern wollen.

Wem Roadtrips irgendwie noch nicht spannend genug sind, dem empfehlen wir unser Mittwochsangebot: „Joker-Fliegen“. Der Clou: Das Ziel der Reise bleibt bis zum Start unbekannt. Sie wollen wissen, ob sie mit Ihren Sprachkenntnissen zurechtkommen werden? Diese Woche bieten wir Ihnen „Nicht-Englisch mit Untertiteln“. Also kein Problem!
Unter dem Namen „BlindDate“ ist dieses Angebot zu jedem letzten Mittwoch des Monats buchbar. Bitte wenden sie sich hierfür an das Programmkino Rex.

Unser letztes Reiseangebot richtet sich an alle, die schon lange der schnöden Realität entfliehen wollen. Dank modernster VR-Technik (VR = Virtual Reality) reisen Sie in die von Steven Spielberg in Szene gesetzte Welt von OASIS. Dort spielen Sie sich durch eine wilde Mischung popkultureller Referenzen zu Klängen der immer besser werdenden Band Van Halen (und vielen anderen). Fragen Sie hierfür an der Kasse einfach nach „Ready Player One“.

Gute Reise!

Vier gewinnt!

22.10.2018

Nach den ganzen Dramen der vergangenen Woche, geht es diese Woche im Audimax wieder lustiger und actionreicher zu. Aber auch auf Drama muss nicht verzichtet werden, dieses läuft allerdings im Programmkino Rex.

Zu unseren drei regulären Terminen gesellt sich diese Woche ausnahmsweise ein weiterer, denn am Freitag zeigen wir euch in Kooperation mit den beiden AStAs der EHD und der TU Darmstadt einen ganz besonderen Film: „Hamburger Gitter“ gibt einen Einblick in das "Schaufenster moderner Polizeiarbeit", wie es im Untertitel heißt. Bestehend aus Originalaufnahmen des Polizeieinsatzes beim G20 Gipfel 2017 in Hamburg und Interviewaufnahmen, zeichnet die Dokumentation ein kritisches Bild der Polizei. Im Anschluss an den Film, den wir um 20 Uhr im Audimax zeigen, findet eine Diskussionsrunde statt.

Bevor es aber ernst wird, könnt ihr am Dienstag erst einmal zum Lachen ins Audimax kommen. Wir zeigen nämlich den Film „Tag“ oder „Catch Me!“, wie er auf deutsch heißt. Die auf einer wahren Begebenheit basierende Geschichte ist schnell erklärt: Eine Gruppe über 40-jähriger Männer spielt ein Mal im Jahr Fangen. Es spielen unter anderem Jeremy Renner, Ed „Hangover-Stu“ Helms und „Mad Man“ Jon Hamm.

Auch unser Drama am Mittwoch basiert auf wahren Ereignissen. In schwarz-weißen Bildern erzählt der auch in Hollywood arbeitende Regisseur Robert Schwentke die nahezu zeitlose Geschichte von Menschen, die versteckt hinter einer Uniform bereit sind, schlimmste Gräueltaten zu begehen, weil sie dazu in der Lage sind. Hierfür nimmt er die, für Filme über die Zeit des zweiten Weltkrieges, untypische Perspektive der Täter ein. Ein Werk das „verstören, nicht versöhnen“ soll.

Am Donnerstag lassen wir einen richtigen Action-Kracher auf euch los. Zum bereits sechsten Mal schlüpft Top-Agent Ethan Hunt in seine Paraderolle des Tom Cruise. Für diese Rolle lernte er nicht nur Hubschrauberfliegen sondern auch gleich noch Fallschirmspringen, um gemeinsam mit seinem IMF-Team in „Mission Impossible – Fallout“ noch größere, nie dagewesene Stunts zu liefern.
Zurzeit laufen übrigens die Dreharbeiten der seit 1986 überfälligen Fortsetzung von „Top Gun“, in der Pete „Maverick“ Mitchell zum zweiten Mal Tom Cruise verkörpern wird.

Bei diesem vierfältigen Angebot sollte eigentlich für jeden etwas dabei sein.

Ausgezeichnete Woche

15.10.2018

Diese Woche gibt es also wieder das volle Programm: 2x Audimax + 1x Rex-Programmkino!

Bei unserem Film am Dienstag handelt es nicht um einen Fahrradfilm, wie der Titel „Tour de France“ vermuten lassen könnte, sondern um ein Drama, bei dem Jung auf Alt und Hoch- auf Subkultur trifft. Der junge Rapper, der im Film mit Alt-Mime Gérard Depardieu auf den Spuren Vernets die Häfen Frankreichs besucht, wird gespielt von Sadek, einem in Frankreich durchaus bekannten Rapper.

Unser zweiter Film der Woche hält was der Titel verspricht und versucht gar nicht erst in die Irre zu führen. Er spielt tatsächlich „In den Gängen“ eines Großmarkts. Das Werk basiert auf einer Kurzgeschichte des Autors Clemens Meyer, der selbst als Gabelstaplerfahrer arbeitete. Meyer schrieb zusammen mit Regisseur Thomas Stuber auch am Drehbuch, für das sie den deutschen Drehbuchpreis erhielten. Für sie war „In den Gängen“ bereits die dritte Zusammenarbeit.

Ausgezeichnet für sein Drehbuch wurde auch unser Donnerstagsfilm. „Call Me by Your Name“ wurde bei der Oscarverleihung 2018 mit dem Preis für das beste adaptierte Drehbuch bedacht. Der Drehbuchautor James Ivory wurde damit zum ältesten Oscar-Gewinner aller Zeiten. Darüber hinaus war das Werk als bester Film und Timothée Chalamet als bester Hauptdarsteller nominiert.

Auszeichnungen kennen wir vom Filmkreis natürlich auch. Zum zweiten Mal in Folge wurden wir mit dem Kinokulturpreis des Hessischen Film- und Kinopreises ausgezeichnet. Ihr wollt den Goldjungen sehen? Klickt auf „mehr“!