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I want it all...

17.03.2019

Ihr wollt endlich alle Filme des neuen Programms? Ihr wollt sie jetzt? Ihr sollt sie bekommen, hier geht es zum Filmkreisprogramm zum Sommersemester und des Open Airs

"I remember the time ...

10.03.2019

... I was kidnapped and they sent a piece of my finger to my father. He said he wanted more proof."

- Rodney Dangerfield (Komiker und Schauspieler)

Und schon wieder ein Entführungsfilm! Das scheinbar beliebteste Genre im Filmkreis kehrt am Mittwoch auf die große Leinwand zurück. Wenigstens kann auf diese Art eine alte Überschrift samt Zitat wiederverwertet werden. Der nächste Nachhaltigkeitspreis kann kommen.



Dieses Mal geht es allerdings ernster zur Sache und auch die Produktion des Films war sicherlich kein Spaß. „Alles Geld der Welt“ basiert auf dem realen Entführungsfall des Milliardärsenkels John Paul Getty III, der sich Anfang der 1970er Jahre ereignete.
Gecastet für die Rolle des Opas Jean Paul Getty wurde Kevin Spacey, der angeblich ca. 20 Jahre darauf gewartet hatte, mit Regisseur Ridley Scott zusammenarbeiten zu können. Fünf Stunden saß er täglich in der Maske, um den gut 20 Jahre älteren Getty verkörpern zu können. Der erste Trailer mit Spacey wurde hoch gelobt, seine Darstellung gar mit Gary Oldmans Churchill in „Die dunkelste Stunde“ verglichen.
Aber Filmfreunde wissen: Das Schicksal ist ein mieser Verräter und so flogen Spacey 2017 gerechterweise mehrere Missbrauchsvorwürfe um die Ohren. Scott und die Produktionsfirma sahen sich kurz vor der Veröffentlichung des Films gezwungen, Spacey aus dem Film zu streichen und die entsprechenden Szenen mit Christopher Plummer nachzudrehen, der ohnehin als Scotts Favorit für die Rolle galt. Am Ende musste der Kinostart in den USA lediglich um drei Tage verschoben werden. Bei uns läuft er wie angekündigt am Mittwoch um 20:30 Uhr im Programmkino Rex.



Am Donnerstag geht es im Audimax ruhiger zu. Dennoch erwartet uns der blanke Horror. Wer das für einen Widerspruch hält, kennt „A Quiet Place“ nicht. In einer dystopischen Zukunftswelt muss eine Familie jedwedes Geräusch vermeiden, um nicht entsetzliche Kreaturen anzulocken, die auf akustische Reize reagieren.
Regisseur John Krasinski, den man als Schauspieler aus der amerikanischen Version der Serie „the office“ sowie als Jack Ryan aus der gleichnamigen Serie kennt, spielt in "A Quiet Place" auch gleich die Hauptrolle des Familienvaters an der Seite seiner tatsächlichen Ehefrau Emily Blunt. Das Drehbuch, an dem Krasinski auch mitschrieb, sprudelt geradezu vor Ideen, wie ein lautloser Alltag zu gestalten sei. Zum Beispiel wird Brot als Porzellantellerersatz verwendet. Völlig unrealistisch hingegen erscheint, dass die Familie ausgerechnet Monopoly (in der Schwammversion) spielt. Nicht nur dass das Spiel schon verrückt genug ist (wie kann bitte ein Bügeleisen ein Vermieter sein?), es führte auch schon viel zu oft zu Monopoly-bezogener Gewalt innerhalb von Familien.
Der Film, der bei der Kritikerwebsite Rotten Tomatoes mit der Auszeichnung "Bester Horrorfilm des Jahres 2018" bedacht wurde, lief in den Kinos derart erfolgreich, dass bereits eine Fortsetzung in Planung ist.

Zwei Filme

03.03.2019

Traditionsbewusst starten wir auch in diesen Monat mit einem ESOC-Ciné-Club Kooperationsfilm. Am Dienstag läuft „Madama Aurora und der Duft von Frühling“ im französischen Original mit deutschen Untertiteln im Audimax.


Am Mittwoch kommt „Arthur & Claire“ mit Josef Hader, der auch an dem adaptierten Drehbuch mitschrieb. Der Film basiert nämlich auf dem gleichnamigen Theaterstück von Stefan Vögel.

Und dann ist die Filmwoche auch schon wieder rum.

"We’re a pack of ...

25.02.2019

... scary indestructible alpha dogs!

Nach den thematisch eher schweren Filmen der vergangenen Woche wird es nun wieder etwas heiterer im Audimax zugehen.
Doch zunächst bekommt ihr am Mittwoch wieder eine Überraschung präsentiert: unser BlindDate. Im Programmkino Rex zeigen wir euch an jedem letzten Mittwoch des Monats einen (inter-) nationalen Art-House Film vor offiziellem deutschen Bundesstart.
Die Sprachfassung wird dieses Mal Englisch mit deutschen Untertiteln sein (OmU).


Dass im BlindDate immer wieder Spitzenfilme zu sehen sind, sollte inzwischen bekannt sein. Auch mit Hinblick auf die Oscar-Verleihungen liegen wir immer ganz gut. Auch unser Film am Donnerstag lief bereits im BlindDate, hat uns dann selbst so gut gefallen, dass wir ihn in das reguläre Programm aufnehmen mussten.
Auch letzte Nacht bei der Oscarverleihung war er in zwei Kategorien nominiert, ging letzten Endes aber leer aus. Um es mit Guillermo del Toros Worten der letzten Nacht zu sagen: Die nominierten Filme bleiben auch nach der Verleihung das, was sie schon vorher waren - gute Filme.



In Wes Andersons „Isle of Dogs“, der die letztjährige Berlinale eröffnete, begibt sich der junge Atari auf die Suche nach seinem geliebten Hund Spots. Mit dem Titel ist übrigens nicht die gleichnamige Halbinsel in London gemeint, die selbst schon oft genug Schauplatz zahlreicher Filmproduktionen war, sondern eine fiktive Insel namens „Trash Island“ im fernen Japan.
Wie schon zuvor bei „Der fantastische Mr. Fox“ wurde das Stop-Motion-Verfahren verwendet, um die Figuren zum Leben zu erwecken.
Für die Sprechrollen konnten große Stars, wie Bill Murray, Liev Schreiber, Bryan Cranston, Greta Gerwig, Scarlett Johansson, … (wir brechen hier ab, weil die Liste zu lang werden würde), gewonnen werden. Deren Stimmen wollen wir euch nicht vorenthalten. Daher läuft der Film bei uns im englischen Original.

Reise, Reise

03.02.2019

In der kommenden Woche beschäftigen wir uns mit ganz unterschiedlichen Formen des Reisens, sowohl physisch als auch metaphysisch.


In unserem ESOC-Kooperationsfilm „Die kanadische Reise“ reisen wir gemeinsam mit Mathieu nach Kanada, um die Geheimnisse seiner Familie und Herkunft zu lüften.
Regisseur Philippe Lioret versteht es dabei meisterhaft die erzählerische Dichte in kurzen jedoch vielsagenden Einstellungen zu entfalten. Die Hauptrolle des Mathieus wird von Pierre Deladonchamps gespielt, der 2014 den César als bester Jungschauspieler gewinnen konnte.


Am Mittwoch begeben wir uns auf eine letzte, bedächtige Reise zur Selbsterkenntnis. Lucky, der sich bisher mit Yoga und Zigaretten fit gehalten hat, wird sich nach einem Zusammenbruch seiner Sterblichkeit bewusst.
Hauptdarsteller Harry Dean Stanton verstarb 2017, was „Lucky“ zu seiner letzten großen Rolle machte.
Regiedebütant John Carroll Lynch kannte man bisher nur als Schauspieler. Zuletzt war er bei uns als Mac McDonald in „The Founder“ zu sehen.
Und dort wo ein Schauspieler zum Regisseur wird, wird auch ein Regisseur zum Schauspieler. In der Rolle des Howards, der in „Lucky“ seine Schildkröte verliert, sehen wir Kultregisseur David Lynch.


Donnerstags beschäftigen wir uns mit einer anderen Form des Reisens, nämlich der Flucht und Migration.
Im Dokumentarfilm „Eldorado“ von Markus Imhoof („More than Honey“) wird eine persönliche Erfahrung aus dem Leben des Filmemachers zur Triebfeder, die aktuelle Flüchtlingsproblematik zu thematisieren. Es werden sowohl individuelle Schicksale als auch globale Zusammenhänge beleuchtet. So wird anhand des Beispiels eines afrikanischen Bauers gezeigt, wie EU-Freihandelsabkommen mit Afrika die dortige Landwirtschaft zerstören und unmittelbar zu Flucht und Elend beitragen.
Der Filmtitel spielt übrigens geschickt mit dem Mythos des sagenumwobenen „Goldlandes“. Es zeigt sich, dass alles Gold, das die Flüchtlinge auf ihrer Reise finden, lediglich die Rückseite der Isolierdecken auf den Rettungsschiffen ist.

"I remember the time ...

21.01.2019

... I was kidnapped and they sent a piece of my finger to my father. He said he wanted more proof."

- Rodney Dangerfield (Komiker und Schauspieler)

Diese Woche gibt es gleich zwei Filme, bei denen Enführungen eine besondere Rolle spielen. Dabei zeigt sich, dass Entführungen in Filmen, anders als in der Realität, nicht immer bierernst genommen werden.

Am Dienstag starten wir mit der Komödie „Brigsby Bear“. Der Film, der auf zahlreichen internationalen Festspielen, darunter u.a. Sundance, Cannes und Filmfest München, gezeigt wurde, handelt von einem Entführungsopfer, das nach seiner Befreiung mit einer neuen Realität zurechtkommen muss. Hauptdarsteller Kyle Mooney, der auch das Drehbuch mitschrieb, ist seit 2013 Ensemblemitglied der amerikanischen Comedy-Show „Saturday Night Life“. Die Rolle des vermeintlichen Vaters spielt übrigens Luke Skywalker, der auch als Mark Hamill bekannt ist.



Im Programmkino Rex zeigen wir euch am Mittwoch eine französische Dokumentation, die ebenfalls bei den Filmfestspielen in Cannes 2017 gezeigt wurde. Dort konnte „Augenblicke: Gesichter einer Reise“ das Goldene Auge als bester Dokumentationsfilm gewinnen und wurde auch sogleich für den Oscar in derselben Kategorie nominiert. Das Time Magazine setzte ihn sogar auf seine Liste der zehn besten Filme 2017. Die Dokumentation sei nicht nur ein Film über den Charme der unscheinbaren Orte und der kleinen Leute. Sie sei auch die Geschichte einer anrührenden Beziehung von zwei Künstlern, die ein Altersunterschied von einem halben Jahrhundert trennt und die doch eine gemeinsame Sprache finden (Hilka Sinnig, ttt).
Der Film läuft bei uns auf Französisch mit Untertiteln.



Am Donnerstag kann dann wieder richtig gelacht werden, denn es ist „Game Night“. Regisseur John Francis Daley, der auch am Drehbuch für „Spiderman Homecoming“ und die beiden „Kill the Boss“ Filme mitschrieb, schickt auch hier Jason Bateman ins Spiel um einen verkorksten Entführungsfall.