Geschichte

Die Änfänge des Filmkreises (50er Jahre)

  • 1953/54
    Kulturreferent des AStA Joachim Gretz wird wegen seiner Beurlaubung im Sommer 1954 von Dieter Eißfeldt vertreten, der zuvor vom AStA den Auftrag erhielt, sich um die Wiederbelebung der Theater AG zu kümmern. Gleichzeitig sollte er sich darum bemühen, dass für die Darmstädter Studenten auch anspruchsvolle Filme gezeigt würden, die in der Zeit des Heimatfilms doch eher selten bis gar nicht anzutreffen waren. Planungen für Sonderveranstaltungen mit dem damaligen Thalia-Theater scheiterten daran, dass man dem Kino keine ausreichenden Zuschauerzahlen gewährleisten konnte. Zusammen mit Rainer Schmoldt und Anderen kam man zum Entschluß, einen eigenen Filmclub an der TH aufzuziehen.
  • Montag 26. Juli 1954, 20 Uhr
    Nach längeren Vorbereitungen die erste Filmvorführung unter dem Namen "Filmkreis" im Saal 343 des alten Hauptgebäudes. Die Veranstaltung war als Werbevorstellung gedacht, es wurde der Film "Fahrraddiebe"  gezeigt. Die Filmkopie der RKO Radio Filmgesellschaft konnte durch freundliche Unterstützung durch das nur ein Jahr zuvor gegründete Filmstudio (Die heutige Pupille) der Johann Wolfgang Goethe Universität in Frankfurt am Main 14 Tage zuvor vermittelt werden. Als Vorfilm kam "Bin ich der Hüter meines Bruders?".
  • WS1954/55
    Das Erste Programm wird am 1. Dezember herausgebracht. Mit Wachsmatritzen gedruckt und während einer AStA-Sitzung in Gemeinschaftsarbeit von Hand gefalzt. Die Resonanz der Studenten war so groß, dass die Zahl der ursprünglich vorgesehenen Vorstellungen verdoppelt werden musste.

Der AStA-Vorstand musste ziemlich lange bearbeitet werden, bevor er sich mit einer heroischen Geste zur leihweisen Überlassung von 100 DM als Starthilfe bewegen ließ. Es wurden erste Kontakte zu Professoren, Filmemachern und Filminteressierten geknüpft, Zeitschriften und Film-Verleikataloge angeschafft und auch schon ein erstes Drehbuch erstellt. Weiterhin trat der Filmkreis dem Verband der Filmarbeitsgemeinschaften an den Deutschen Hochschulen (Fiag) am 30.10.54 bei.

Das erste ProgrammErstes Programm

 

  • 11. Januar 1955
    Erste ordentliche Mitgliederversammlung. Einen Tag zuvor konnte der Rektor der Hochschule offiziell mitteilen, dass der Senat sich mit der Gründung und der vorgelegten Satzung des Studentischen Filmkreises einverstanden erklärt hatte.

 

Senat

Der Senat "genehmigt" den SFK

 

Ein erster Höhepunkt des eigenen Filmschaffens war die Präsentation des Films über die Hochschulmeisterschaften 1954 in Darmstadt, welcher am 8.2.55 vor einem größeren Publikum uraufgeführt und sehr gut aufgenommen wurde. Langsam sagte sich der nun selbstständige Filmkreis von AStA los. Obwohl er aus Teilen des AStA hervorgegangen war und der AStA sein gewährtes Startgeld wider Erwarten zurückbekam, war der AStA heilfroh, daß er nun jeglicher Verantwortung für das für das so unsicher erscheinende Unternehmen entbunden war. Untergebracht war der Filmkreis schon damals im Bühnenanbau der Otto-Berndt Halle.

 

Buehnenanbau 2010 077Der Bühnenbau 2010

 

 

  • September 1955
    Ersten Umzug innerhalb des Bühnenbaus. Ab diesem Zeitpunkt teilen sich der Internationale Studentenkreis, das Kulturreferat des AStA, der Filmkreis und die Darmstädter Studentenzeitung den Bühnenbau im Erdgeschoss.

  • 19. April 1956
    Das Studentenwerk genehmigt die Unterbringung von Geräten und die Einrichtung eines kleinen Fotolabors in Keller des Bühnenbaus.


  • Anfang WS 1956/57
    Das Studentenwerk übergibt einen größeren Kellerraum von 8 x 11 Meter Größe. Auf die Filmkreisler wartet eine Menge Arbeit, denn dieser Raum befindet sich noch im Rohbauzustand. Schnell ist klar, dieser Raum muß zu einem kleinen Filmstudio und Arbeitsraum mit Büro ausgebaut werden. Mit der Installation der Dampfheizung und einer Spende über 10 Leuchtstofflampen mit Zubehör von Osram, war der neue Raum im Mai 1957 fertiggestellt. Der Rektor ist bei der Einweihung anwesend. Hier treffen sich nach den Filmen immer einige Zuschauer und diskutieren über das Gesehene.
    Es entsteht die Kurzdokumentation "Halt! Hier wird gesprengt" und der "Internationale Länderkampf an der TH" im Herbst 1956. Auch eine eigene Kamera wurde endlich angeschafft.

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Schon zu Beginn waren viele Aufgaben wie das Anschaffen von Geräten, einer eigenen Schmalfilmkamera, die Erstellung der Programme, eigenen Werbeplakaten, die technische Durchführung der Filmabende und der Diskussionen mit dazugehörigen Seminaren zu bewältigen. Insbesodere die Erweiterung des Programms von 16 mm Schmalfilmen auf Normalfilme (35 mm) und die damit verbundene Anschaffung einer fest installierten Vorführanlage war ein wichtiges Ziel für das weitere Fortbestehen der Gruppe. Erste Verhandlungen dazu wurden mit der Hochschule schon 1955 begonnen. Erste Planungen für den Umbau des Saales 380, der alten Aula, in einen Filmvorführsaal für den Filmkreis können im November 1955 den Mitgliedern bekanntgegeben werden. Der Saal 380 war in den Nachkriegsjahren provisorisch als Hörsaal eingerichtet worden, nachdem die alte Aula durch den Krieg stark beschädigt wurde. Die Oberfinanzdirektion in Wiesbaden zögert zuerst noch mit der Genehmigung für den Umbau und der Anschaffung der Filmanlage und ruft das Kultusministerium mit der Bitte um eine Stellungnahme dazu an. Das gesamte Vorhaben sollte später immerhin ca. 30000 DM kosten. Als der Hessische Minister für Erziehung und Unterricht die Hochschule besucht, empfiehlt er dem Rektor der TH das Projekt bei den zuständigen Stellen zu befürworten.

 

  • 27. April 1956
    Die Arbeiten an der neuen Aula mit Normalfilmanlage beginnen. Bei der Auswahl der Filmtechnik ist der Filmkreis im August 1956 mit der Einholung von Angeboten entscheidend beteiligt. Schon im September kann der Filmreferent die Bestelliste für die UFA Handelsgesellschaft in Frankfurt an den Verwaltungsdirektor der TH Herrn Völger übergeben.


Bis zum WS 1956/57 bestand das Programm größtenteils aus 16 mm Schmalfilmen die im Saal 343 mit einer fest eigebauten Anlage gezeigt wurden. Einige 35 mm Filme konnten in Zusammenarbeit mit dem Rex-Filmtheater in Spätvorstellungen realisiert werden oder mit einem Leihgerät der Volkshochschule selbst vorgeführt werden.

  • 8. Mai 1957
    Einweihung der neuen Aula. Jetzt konnten auch regelmässig 35 mm Filme gezeigt werden, was die Filmauswahl erleichterte und das Programm ab dem Sommersemester 1957 deutlich bereicherte. Durch Sondergenehmigungen kann der Filmkreis bis in die 60er Jahre hinein auch die noch in großer Anzahl vorhandenen, extrem feuergefährlichen Nitrofilme spielen, deren Handhabung durch das Sicherheitsfilmgesetz 1957 schlagartig verboten wird.

  • 17. Mai 1957
    Die neue Aula bekommt den Namen "Wilhelm Köhler Saal". Bis Anfang der 70er Jahre nutzte der Filmkreis die dort installierten Ernemann-VIII Projektoren mit Kohlebogenlampen regelmässig als Hauptspielstätte.


    Worte

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            Begrüßung im Programmheft des SFK

 

Mit der Anschaffung von eigenen Scheinwerfern, einem Kamerawagen und Titelgerät kann der seit Sommer 1959 geplante Schmalfilmkurs endlich durchgeführt werden und neben der analytischen Beschäftigung mit dem Thema Film auch das "synthetische" Studium der Ausdrucksformen und -möglichkeiten des Films, also die eigene Studioarbeit intensiver gepflegt werden. Die ersten Arbeiten im Sinne eines solchen Filmstudios waren 1954/55 zwei Dreiminutenfilme, welche für die AStA-Wahlen werden sollten und noch in einer Studentenbude entstanden. Mit dem Schmalfilmkurs und dem Selbststudium konnte der Filmkreis in Zusammenarbeit mit verschiedenen Hochschulistitutionen in den darauf folgenden Jahren zahlreiche Auftragsarbeiten durchführen.

 

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Der Köhlersaal heute 2008/2013

 

60er Jahre

  • 1964
    Das bis heute verwendete "Filmkreis-F" wird von Gudrun Schulz entworfen. das Design der Programmhefte wird in der zweiten Hälfte der 1960er Jahre durch Regina Schüle geprägt (erste Anwendung des Filmkreis-F neben Briefbögen und Filmvorspann mit "F").
    WS64

  • 1969
    Der SFK ruft die ersten Darmstädter Studentenfilmtage (StuFiDa) ist leben

70er Jahre

  • 1970/71
    Audimax wird Hauptspielort. Zwei 35 mm Projektoren "Ernemann IX" und ein 16 mm Projektor stehen zu Verfügung. Zweite Ausgabe der Darmstädter Studentenfilmtage.



    1970er Jahre

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    80er Jahre




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90er Jahre

  • 1992/93
    Der traditionell vor jeden Film gezeigte Filmkreistrailer entsteht am kurz zuvor angeschafften 16 mm Crass Tricktisch.


  • 1993
    Beginn der Kooperation mit dem ESOC-CineClub. Einmal im Monat Französische Filme in Originalfassung mit deutschen Untertiteln.

 

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  • 1994
    Umrüstung auf Dolby Stereo

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2000er Jahre

  • 4. Dezember 2003
    Erster J+F Kurzfilmabend
  • WS 2004/05
    Neue Projektions- und Audiotechniktechnik wird angeschafft. Umrüstung auf Dolby Digital EX. CP650 Audioprozessor.

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Bildwerferraum mit den zwei neuen Projektoren. Aufnahme von 2008.

  • Sommer 2006
    Die WM im Audimax, ein unglaublicher Erfolg! Volle Hütte! Bier Nachkaufen, Leergut und kein Ende in Sicht!

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  • 2007
    Das Karo5 steht schon, die Baustelle dehnt sich immer stärker auf den Audimaxbereich aus. Noch ist das Gebäude in Betrieb, auch wenn es nicht so danach aussieht. Immer mehr provisorische Holzwände und sich änderne Zugangsmöglichkeiten zum Gebäude. Der Zustand des Audimax wirkt sich auch auf die Zuschauerzahl aus gleich zwei Filme mit nur 13 Zuschauern brechen den Rekord nach unten.
    Bei Regen wandelt sich das Foyer in eine "Ruine", überall überlaufende Tröge, die das Wasser auffangen sollen. Dauernasse Teppichböden. Die Zeit des "Holzgangs" (Zugang Karolinenplatz/Schloßgraben), der "Baustellentür" auf 603qm-Seite und des feuchten Klimas auch an regenfreien Tagen bricht an.
  • 30.4.2008
    Dreharbeiten im Audimax (Film 13 Sermester). Die Hörsäle auf der auf der Ostseite (heute A2 bis A5) existieren schon länger nicht mehr, dort ist eigentlich nur eine mit Holzwänden abgetrennte Baustelle. Der Einlass ist auf die Westseite verlegt.


  • Juli 2008
    Sanierung und Umbau im gesamten Audimaxkomplex. Der Nutzungsmöglichkeiten im  Gebäude, das mehr und mehr von dem Umbauaktivitäten eingenommen wird, verschlechtert sich rapide. Der Filmkreis hält durch und kann noch bis Juli Filme zeigen. Auch die EM lief mit großen Zuschauerzahlen, die EM und WM werden sei dem im SFK "verankert". Sicherung der drei Projektoren samt Gleichrichtern in einer selbstgebauten riesigen Holzkiste für die Zeit der Baustelle. Spielpause bis Dezember - Nein, es sollte April werden...


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  • September 2008
    Angesteckt durch den Umbau im Audimax beginnen wir die erste große Sanierung unseres Büros. Eine unendliche Geschichte beginnt.

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  • 3. Oktober 2008
    Erster Tag der Vereine im Darmstadtium. Einen Stand, Plakate und Ausstellungsstücke haben wir dabei.

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  • 13. Oktober 2008
    Erste zentrale Erstsemesterbegrüßung, damals noch in der Otto-Berndt-Halle, wir wieder mit einem Infostand, Kuzfilme in der OBH sind ins Wasser gefallen. Erstsemesterkurzfilmprogramm im Physikhörsaal.

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  • 30. März 2009
    Die Projektorkiste im Vorführraum wird nach fast 9 Monaten demontiert und die Geräte wegen Fußbodenverlegung verschoben. Da der bereits wegen vergessener Kabelverlegungen wieder zerschnittene schwarze neue Boden jetzt auch noch wegen eines weiteren Wasserschadens wieder raus muß, verzögert sich der knappe Zeitplan zum Programmstert nochmals.

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  • 11. April 2009
    Wiederaufbau der Projektionsanlage
  • 16. April 2009
    Wiederaufnahme des Spielbetriebs im neuen Audimax unter extremen Bedingungen. Technisch alles auf "Notbetrieb", für die Vorlesungen und für uns. Filmton wird per Hand von 7.1 auf 2.0 Stereoton heruntergemischt. Wegen einer Fehlplanung in der Unterverteilung haut es uns immer wieder die Sicherungen für die 4 kW Projektionslampen raus, durch Spezielle Bedienung müssen wir das verhindern. Alles läuft erstmal nur provisorisch. Die Lichtschalter für den Saal sind die Sicherungen,  Und das sollte noch länger andauern. Der "Titanus Top Sens II" von Bosch ist uns ein Dorn im Auge.


  • Anfang November 2009
    Für den 23.11. muß es etwas besseres sein: kurzfristige Umrüstung auf 3.1-Ton. Der Centerlautsprecher, der bis dahin nur für die Saalmikrofone zuständig war, und der Subwoofer konnten endlich wieder in Betrieb genommen werden.
  • 23.11.2009
    Preview des Films "13 Semester" vor Bundesstart, mit Regisseur und Schauspielern vor Ort.


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  • 25.3.-20.5.2010
    Ausstellung "111. Semester Filmkreis" im Karo5

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  • 9. Juni 2010
    1. Meet & Move im Hochschulstadion, wir haben einen kleinen Stand und Archivauschnitte der Hochschulmeisterschaften im Angebot
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  • Ende Juni 2010
    Der "Titanus Top Sens II", einer der vielen "Running Gags" der Bausitzung hat seinen Platz endlich in der Lüftungszentrale gefunden. Hurra!

  • Samstag 17. April 2010
    7.1. Surroundanlage läuft wieder, Lautsprecher sind endlich wieder am Platz.

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  • 4. Juni 2010Wir installieren eine Satelitenschüssel am Audimax, jetzt kann die WM kommen, erstmals in HD und mit größerem Bild.


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  • 18. Juni 2011
    Kurzfilm-Openair zur Neueröffnung des Hochschulbades
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  • 26. Oktober 2011
    Erstes BlindDate im Programmkino Rex
  • 14.-15. Januar 2012
    Längste Filmnacht+Tag mit 8 Filmen am Stück (Harry Potter Marathon)
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  • 24. März 2012
    Anschaffung eines 35 mm dreifach-Filmtellers Baujahr 1975, Transport aus dem Central-Kino in Hanau.

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  • 20. August 2013
    Nach ca. 2 Jahren verstärkter Planung ist der neue Digitalprojektor endlich da.

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