Vivere in pace

Mittwoch, 15.12.1954 17:00  ! Köhlersaal
19:00
In Frieden Leben

Programmheft WS 1962/1963:

Italien 1944. Zwei versprengte amerikanische Soldaten erreichen auf der Flucht vor deutschen Streifen ein verschlafenes abgelegenes Dorf. Der Bauer Tigna (Fabrizi) versteckt beide unter Lebensgefahr, da einer von ihnen, der Neger (Kitzmiller), verwundet ist und nicht mehr weiter kann. Eines abends trifft der angetrunkene deutsche Ortskommandant im Hause des Bauern auf den ebenfalls betrunkenen, in seinem Versteck randalierenden Neger. Unföhig, sich der Kriegswirklichkeit bewußt zu werden, fallen sich beide in die Arme. Am nächsten Tag erreicht die Front das Dorf. Die Einwohner fliehen in die Berge. Der Neger ist verschwunden. Kurz vor dem Eintreffen amerikanischer Truppen wird g, Tigna durch ein Mißverständnis von der deutschen Nachhut erschossen.

„Einen freundlichen, humoristischen, den Effekt nicht verabscheuenden Neorealismus vertritt Luigi Zampa. Zampa (geb. 1905) hatte schon während des Krieges einige Filme gedreht. Sein großer Erfolg wurde „Vivere in Pace”, die tragikkomische Geschichte eines italienischen Bauern, der durch die Maschen des Krieges schlüpfen möchte, indem er sich mit jedermann gut stellt, und doch noch im letzten Moment des Krieges unter deutschen Kugeln fällt. Dieser Film verdankt seinen großen Erfolg Zampas regionalistisch gefärbtem Humor, seinem Sinn für Dramatik und Groteske, aber auch seiner Neigung zur bequemen Lösung von Problemen.”

(Gregor-Patalas „Geschichte des Films”, 1962)

Info
Vivere in pace
1947, 90 min
R Luigi Zampa