Filmkreis Shorts 2017

Liebe Kurzfilmmacher, liebe Kurzfilmliebhaber,

jahrelang, um genau zu sein seit 2003, hat der Filmkreis mit Jung und Frisch einmal im Jahr einen ganzen Abend jungen Filmemachern und ihren Kurzfilmen gewidmet. Seit 2015 veranstalten wir Filmkreis Shorts mit einem ähnlichen Konzept. 

Filmkreis Shorts 2017 fand statt am

Samstag, den 21. Januar 2017

Es werden ein Jurypreis und drei Publikumspreise vergeben. Der Jurypreis ist mit einem Preisgeld von 400 EUR dotiert, die Publikumspreise mit insgesamt 350 EUR.

preisträger

Jurypreis

Hausarrest - Matthias Sahli

Matthias Sahli, Student an der Züricher Hochschule der Künste, entwirft in seinem 14-Minuten-Film „Hausarrest“ mit schwarzem Humor und minimalistischem Gestus ein satirisches Science-Fiction-Szenario aus einer sehr nahen Zukunft:Die elektronischen Gerät bestimmen unser Leben in einer Konsequenz, die mörderische Folgen hat. Sahlis Film breitet die bitterböse Geschichte eines Mannes mit Fußfessel in seinem Bungalow lakonisch in Bildertableaus aus, die viele grausige Details der Fantasie des Zuschauers überlassen – einschließlich der Pointe, dass es das Auge der Überwachungskamera sein könnte, das uns diesen Horror zeigt.

Lobende Erwähnung: Blight - Brian Dean

Der irische Filmemacher Brian Dean erzählt in seiner dritten Regiearbeit "Blight" eine düstere Geschichte: ein junger Priester wird von den Bewohnern einer kleinen Insel gerufen, um den Kampf gegen dunkle Mächte aufzunehmen. Was Anfangs wie eine Kurzversion des Horrorfilmklassikers "Der Exorzist" wirkt, birgt viele unerwartete Wendungen, die auch den erfahrenen Genregänger überraschen. Insbesondere das offene Ende besticht durch seine Bedrohlichkeit, die den Zuschauer - im positiven Sinne - mit vielen Fragen zurück lässt. Bemerkenswert sind die düstere Bildgestaltung, das brillante Spiel der Schauspieler und die wunderbar-schaurige Narration, die im harmonischen Spiel zeigen, dass Dean sein Handwerk beherrscht und auf die große Leinwand der Featurefilme zieht!

Publikumspreis

Es wurden ein erster und zwei zweite Plätze ausgezeichnet.

Erster Preis

Maman und das Meer - David Wagner

Zweiter Preis

Monsterfilm - Alisa Erbes

doors of perception - Caroline Schwarz

Programm

1. Block

Last Call Lenny

Lenny Upton combines euthanasia with his used furniture business to provide suicide assistance to melancholy customers with a death wish. Armed with a briefcase full of weapons and an eye for antiques, he custom designs a personalized death experience for his one-time clients. All sales are final in this short film that takes a darkly comedic evaluation of the value of life and used furniture.

Ein Sommertag

Eine junge Frau erinnert sich zurück an einen prägenden Sommertag ihrer Schulzeit.

Doors of perception

Die Begrenzung des Bewusstseins erzeugt Angst vor dem Unbekannten. Das Unbekannte scheint unvorstellbar, weil wir es nicht erleben, also sehen wir nur das was wir wissen? 'doors of perception' ist ein Märchen in Schwarzlicht. In einer Welt, in der alles Unbekannte schwarze Unendlichkeit ist, erwacht ein Wesen und muss herausfinden, ob es sich in der Dunkelheit verorten kann. Die Figur wird in die Unendlichkeit hineingeboren. Im Unbekannten macht sie sich auf die Suche nach bekanntem, nach vertrautem. Doch liegt die Wahrheit im Sichtbaren?

Anna

Was ist zuerst passiert? Erinnerst du dich? Ein 7-Minuten Film in einer Einstellung.

Maman und das Meer

Plastiktüten sind tödlich, da sind sich Miro und seine Mutter einig. Der Unterschied ist, Miros Mutter denkt dabei an das Meer und Miro an Lorenzo.

Monsterfilm

Mein Monsterfilm ist in einem Kurs an der h_da entstanden (Kommunikationsdesign). Was ihn so besonders macht, ist, dass ganz viel Liebe und Handarbeit in ihm steckt. Bis auf das zusammen fügen in Premiere ist er komplett analog entstanden, wie damals die guten alten Scherenschnittfilme. Schwarze Pappe, ein Leuchttisch und eine Kamera, fertig ist ein Stop-Motion-Film.

2. Block

Blight

A young priest is summoned to battle dark supernatural forces threatening a remote Island community.

All the World is a Stage

Eine animierte Adaption des berühmten Shakespeare Monologs "All The World's A Stage" rezitiert von den renommiertem Shakespeare-Schauspieler und Regisseur Samuel West (Royal Shakespeare Company).

Die Blaue Sophia

Eine bitter-süße Komödie über einen Mann und dessen obsessiven Kampf um die seltene und wertvolle Briefmarke 'Die Blaue Sophia'. Es ist die letzte, die der Sammlung seiner kürzlich verstorbenen Ehefrau noch fehlt. Doch als er die Mitglieder seiner Blaskapelle um Hilfe bittet, nimmt die Geschichte eine unerwartete Wende. So greift er in seiner Verzweiflung zu immer verrückteren Mitteln, um das Geld für die Briefmarkenauktionen zu bekommen.

The Alan Dimension

Alan Brown uses divine powers of precognition to foresee the fate of mankind... and breakfast. Meanwhile, Wendy has had enough of being married to 'the next step in cognitive evolution'.

Hausarrest

Hausarrest erzählt die Geschichte von Max, der zu sechs Monaten Hausarrest verurteilt wurde. Eine elektronische Fussfessel Namens Percy assistiert ihm während seines Hausarrests. Eines Tages stellt er jedoch mit Schrecken fest, wie weit Percy in ihrer Funktion geht.

Über Druck

Ein jeder kennt ihn, ein jeder hat ihn. Kein Druck im Kessel heißt Stillstand. Dennoch scheint er stets zu groß. Druck ist nicht greifbar, Druck ist meist unsichtbar. Doch ist er erst hoch genug, lastet er spürbar. ÜBER DRUCK forscht filmisch nach den Umgangsformen im Alltag. Zeigt Wahres, zeigt Persönliches, zeigt Überraschendes. Ein buntes Stimmungsbild zum Mitdenken.

Our Wonderful Nature - The Common Chamaeleon

„Die Essgewöhnheiten des gewöhnliches Chameleons wie nie zuvor gesehen“

Jury

ID Team 002 OliverLangewitz
 

 

Dr. Oliver Langewitz ist promovierter Soziologe mit den Arbeitschwerpunkten Kommunikation, Film und Medien, Kindheit und Jugend sowie Interkulturelle Kommunikation und Theorien der Globalisierung. Er ist seit 1997 in der Medienbranche tätig und arbeitete hier zum Beispiel als Pressesprecher und PR-Berater für verschiedene Unternehmen wie die Karlsruher Messe- und Kongress-GmbH, das Stadtmarketing Karlsruhe oder die KEG - Karlsruhe Event GmbH. Er hat zahlreiche soziologische Publikationen veröffentlicht, darunter "Die Filmgesellschaft", in der er die Bedeutung sozialer Netzwerke auf kreative Schaffensprozesse in der Filmindustrie ergründet. Als Dozent unterrichtet er an der Universität Koblenz-Landau und der MfG Akademie. Langewitz ist Gründer des Filmboard Karlsruhe e. V. und der fum:a - Film- und Medienakademie Karlsruhe. Hier fungiert er auch als Festivalleiter der Independent Days|Internationales Filmfest. Darüber hinaus ist er Produzent und Regisseur zahlreicher preisgekrönter und international beachteter Kurz- und Langfilme.

 

Benz

 

Stefan Benz ist Feuilleton-Redakteur beim Darmstädter Echo. Er schreibt seit 30 Jahren über Film und Theater. Geboren und aufgewachsen in Darmstadt, studierte er an der Frankfuter Goethe-Universität Germanistik, Amerikanistik sowie Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften. Parallel dazu arbeitete er als Kulturjournalist für Tageszeitungen, Magazine und Hörfunk. Nach dem Abschluss mit einer Magistrerarbeit zu Verfilmungen der Märchenromane von Astrid Lindgren trat er ein Volontariat bei Darmstädter Echo an. Seit 1997 ist Benz Redakteur im Kulturteil, betreut dort unter anderem die wöchentliche Filmseite und besucht – Höhepunkt jedes Jahres - die Berliner Filmfestspiele als Berichterstatter.

 

 

Markus Kalb ist seit 1995 im Filmkreis aktiv und dort in verschiedenen Funktionen tätig. Unter anderem organisiert er die Kurzfilme, die im regulären Programm vor dem Hauptfilm gezeigt werden. Weiterhin ist er seit Ende der 90er Jahre aktiv an der Gestaltung des Kurzfilmfest Weiterstadt beteiligt, im Besonderen in den Bereichen Technik, Leitung des Projektionsteams und Kopienverwaltung.

Dein Film bei Filmkreis Shorts

Welche Filme es 2017 ins Programm geschafft haben, wurde am 28. November den Filmemachern mitgeteilt.

Du möchtest Deinen Film einreichen? Die Anmeldung für Filmkreis Shorts 2018 werden im dritten Quartal 2017 eröffnet.

Bei Fragen kannst Du Dich an shorts@filmkreis.tu-darmstadt.de wenden.