eXistenZ

eXistenZ

Yevgeny Nourish (D.M.), ein umstürzlerischer Doppelagent aus dem "realistischen untergrund", betritt eine einsame Dorfkirche, die als Versammlungsort für eine Gruppe fanatischer Computer-Spieler dient. Er versucht ein Attentat auf Allegra Geller (J.J.L.), dem Superstar der Spiele-Designer, die gerade im Kreise der kleinen verschworenen Gemeinschaft "eXistenZ" testet. Allegra wird verwundet und entkommt der Fatwa mit Hilfe des schwarzarbeitenden Leibwächters Ted Pikul (J.L.) ­ an den einzigen Ort der ihr Sicherheit bietet ­ ihr selbst entworfenes Spiel, ihre eigene Realität. Doch auch diese Sicherheit ist nicht von Dauer und ständig drohen neue Gefahren für ihre Existenz.

David Cronenberg entführt uns in einen amüsanten Alptraum aus künstlich erzeugten Welten. Doch aus seiner Version des Cyperspace verbannt er jeglichen sperrigen TechnikSchnickSchnack. Seine Schnittstellen sind organische Bioports an die man sich über eine Nabelschnur einloggt. Cronenberg über seine Version des körperlichen Kinos: "Die menschliche Existenz offenbart sich in erster Linie über den Körper. Er ist das Observierteste und Mysteriöseste, das Eigenste und gleichzeitig das Öffentlichste, das wir haben. Und er wird von uns oft abgelehnt. In meinen Filmen versuche ich ein Werteschema zu etablieren, das dem Inneren des Körpers eine Schönheit, einen ­ vielleicht auch erotischen ­ Reiz verleiht. Für mich potenziert sich dieser Reiz, wenn der Körper mit der Technik, die als Extension unserer Selbst gedacht ist, fusioniert."

AR

CZ
Info
Kanada / GB 1998, 108 min
R David Cronenberg
B David Cronenberg
K Peter Suschitzky
M Howard Shore
D Jennifer Jason Leigh (Allegra Geller), Jude Law (Ted Pikul), Willem Dafoe (Gas), Ian Holm (Kiri Vinokur), Don McKellar (Yevgeny Nourish)
Vorstellungen