Er tanzte das Leben

Er tanzte das Leben

Der Dokumentarfilm porträtiert den jüdischen Tänzer Sylvin Rubinstein. Der heute 92-jährige lebt zurückgezogen in Hamburg.

Rubinstein erzählt von sich und seiner Zwillingsschwester Maria. Beide waren uneheliche Kinder einer jüdischen Tänzerin und eines russischen Fürsten und wuchsen im galizischen Brody auf. Rubinstein lässt die Tanzschule in Riga und die großen Varietébühnen Europas wiedererstehen, auf denen Maria und Sylvin ein gefeiertes Tanzpaar waren, umgeben von Luxus und Glamour. Mit Ausbruch des Weltkriegs begann für ihn ein Leben zwischen Versteck, Widerstand und Gefängnis. Die Schwester verschwand 1941 in Ostgalizien, zusammen mit seiner Mutter.  Rubinstein überlebte, weil ihn ein deutscher Wehrmachtsoffizier schützte. Durch den deutschen Major Werner steigt er in den Widerstand ein und arbeitet zusammen mit der Polnischen AK (Heimatarmee). Aus dem Tänzer wird ein Kämpfer.

Er überlebt als einziger aus seiner Familie.

Nach 1945 begann sein drittes Leben - ohne Schwester. Er konnte den Verlust der geliebten Zwillingsschwester nicht überwinden und nahm in seinen Tanzrollen ihre Identität als Dolores an. Wenn der alte Mann in seiner Küche erzählt, dann tanzt Dolores, und Maria lebt für immer.

AStA TU Darmstadt
Info
Deutschland 2004, 90 min
R Marian Czura, Kuno Kruse
B Kuno Kruse
K Marian Czura
M Marian Majercyk, Jacek Piskorz
D Sylvin Rubinstein
Vorstellungen