Der Apfel ist ab

Der Apfel ist ab

Programmheft SoSe 1956:

Dieser sehr umstrittene Film verlangt von uns viel geistige Mitarbeit. Er behandelt das Problem der Selbstverantwortung in einem reizvollen satyrischen Mysterienspiel. Der Mensch erhält nach dem Sündenfall Unterscheidungsvermögen und ist damit selbstverontwortlich für sein Handeln. Er muß seine Entscheidungen nach seinem Gewissen treffen, das ihm keine Handlungsweise vorschreibt‚ sondern nur ein Rahmenerlaß ist. Nach dem Sündenfall des Helden beginnt eine surrealistische Traumrevue. Jedes Geschehen im Realen hat sein Pendant im lrrealen. Doch wandelt sich die erdrückende Schwere der Wirklichkeit dort in spielerische Leichtigkeit. - Ein undogmatischer Film, der aber keineswegs  antireligiös ist.

Info
1948, 105 min
R Helmut Käutner