Eierdiebe

Eierdiebe

Martin will es nicht wahrhaben, als er mit 25 Hodenkrebs bekommt. Als die Amputation eines Hodens nicht ausreicht und ihm die völlige Kastration droht, entschließt er sich zur Chemotherapie, was ihn auf Dauer in eine bizarre, gleichermaßen erschreckende wie absurde Zwischenwelt namens Krankenhaus verschlägt.
Ähnlich zwiespältig wie der Ort sind auch die Tonlagen dieses in jeder Hinsicht bemerkenswerten Films. Von bedrohlichster Düsterniss und deprimierend alltäglicher Teilnahmslosigkeit über rührende Zuneigung bis zu brennendem Lebenswillen reichen die Stimmungen und von makabrem Humor über Szenen poetischer Zärtlichkeit und unbewältigt schwelender Konflikte bis zu pragmatisch beherzter (Lebens-)Lustbefriedigung die Arten mit der jeweils eigenen Situation umzugehen.

MS
Info
Deutschland 2003, 87 min
R Robert Schwentke
B Robert Schwentke
K Florian Ballhaus
M Martin Todsharow
D Wotan Wilke Möring (Martin Schwarz), Janek Rieke (Nickel), Antoine Monot jr. (Harry), Julia Hummer (Susanne), Alexander Beyer (Roman Schwarz)