Wunder der Wirklichkeit | Cinema-Concetta-Rolle

Dienstag, 18.12.2018 20:00 Audimax
20:30
Wunder der Wirklichkeit

Martin Kirchberger studierte an der HfG Offenbach und machte u. a. mit provokanter Fassadengestaltung, satirischen Kurzfilmen und Mockumentaries auf sich aufmerksam. Seinen Film „Bunkerlow“, für den er erstmals Fördergelder bekam, konnte er tragischerweise nicht mehr selbst fertigstellen. Während der Dreharbeiten, die 1991 in einem Flugzeug stattfanden, stürzte  das Flugzeug ab und fast alle Insassen kamen ums Leben. Zum Gedenken an die Opfer wurde die „Cinema Concetta Filmförderung“ gegründet, die 1994 die jährlich stattfindenden „Rüsselsheimer Filmtage“ ins Leben gerufen hat. 25 Jahre nach dem Unglück hat Thomas Frickel nun diesen sehr persönlichen Dokumentarfilm über seinen Freund und Kollegen Kirchberger gedreht.


NT
Info
Deutsche Originalversion
Deutschland 2017, 97 min
R Thomas Frickel
B Thomas Frickel
K Voxi Bärenklau, Thomas Frickel, Vita Spieß
M Dietmar Staskowiak
D Michael Kirchberger, Renate Kirchberger, Eberhard Malwitz, Inge Malwitz, Karin Malwitz, Steffi Hummel René Heisig, Eckard Kuchenbecker, Volker Bärenklau, Uwe Wenzel, u. a.
Cinema-Concetta-Rolle, Die Kurzfilme von Martin Kirchberger

Ein Einblick in die Arbeiten Kirchbergers mit den Filmen:

„Schneewalzer“

Kirchbergers Großeltern erzählen von früher, der Großvater spielt die Mundharmonika.

„Stuhl in Extremsituationen“ (1986)

Ein Stuhl, auf dem eine Person in Asbestkleidung Platz genommen hat, wird angezündet und anschließend von bereitstehenden Feuerwehrleuten gelöscht.

„Der Stein“ (1987)

Einen über 300 Gramm schweren Betonmonoliten, unter Zuhilfenahme zweier Edelkastanienstämme und einem jugoslawischen Langhanfseil in 95 cm Höhe schwebend zu fixieren, ist schwierig.

„Schgaguler“ (1988)

Schgaguler, ein alter Einsiedlerhofbauer, ist einer der wenigen, der noch die Kunst des Gurkensteckens beherrscht. „Gurkenanbau ist Sache der Frau, aber stecken muss sie der Mann“.

„Brendel in Speikern“ (1989)

Zugegeben: Ein Kinosessel drückt eher als ein Kneipenstuhl. In einer Kinostuhlreihe sitzt ein Zuschauer mit dem Rücken zur Kamera und wartet auf den Film. Er wendet sich um, sieht den Zuschauer und fängt an zu erzählen...

„Der Flusensammler“ (1990)

In Frankfurt herrscht Unordnung. Ein Hausbesitzer macht jeden Sonntag „pico bello". Frankfurt Bockenheim in der Schlossstrasse. Sonntäglich gekleidet und mit einer Aktentasche ausgerüstet beginnt die Jagd auf Schnipsel, Dreckfussel und Flusen.

„Buchholz bleibt“ (1990)

Käpt'n Buchholz untersucht seit Jahren Bodenhärten. Seit 1962 wiegt er die Erde und stellt fest, dass sich das Gewicht von Jahr zu Jahr verändert. Die Erde wird leichter und der Boden lockerer. Er zieht los und befestigt Bäume.

„Frankfurt fühlen“ (1990)

Peter Paul Keller war Berufsboxer und besitzt eine Massagepraxis in Frankfurt-Bornheim. Der menschliche Körper passt sich, ebenso wie der Geist, den umfeldlichen Gegebenheiten an. Die Architektur einer Stadt beeinflusst die muskuläre Entwicklung ihrer Bewohner...

„Bunkerlow“ (1992)

 Eine Kaffeefahrt durch die Lüfte. Hier werden keine Heizdecken verkauft, sondern Katastrophenschutz-Ausrüstung und bombensichere Bunker. Ein Film über das groteske Geschäft mit der Angst.

 

NT
Info
Cinema-Concetta-Rolle Deutsche Originalversion
Deutschland 2018, 79 min
R Filmcollage
B Thomas Frickel
K Voxi Bärenklau
D Erich Schaffner