Good bye Lenin!

Donnerstag, 08.01.2004 20:00 Audimax
Good bye Lenin!

Kurz vor dem Ende der DDR ist die sich aufopfernd engagierte Sozialistin Christiane Kerner ins Koma gefallen. Als sie daraus erwacht, muss ihre fragile Gesundheit geschont werden. Da der Schock für ihr Herz zu groß wäre, nicht nur von ihrem Mann, der damals, als die Kinder noch klein waren, in den Westen flüchtete, sondern auch noch vom politischen Traum verlassen worden zu sein, hält ihre Familie den längst aufgelösten sozialistischen Staat in der Wohnung am Leben. Ihr 22-jähriger Sohn Alex beginnt, eine aufwendige, groteske Scharade zu inszenieren, die vom Austauschen der Etiketten auf Lebensmitteldosen bis zu TV-Fälschungen der „Aktuellen Stunde“ reicht. Als die „Wessis schließlich in die DDR flüchten“, wächst Alex bald alles über den Kopf.

Wolfgang Becker („Das Leben ist eine Baustelle“) gelang eine seltene Gratwanderung: Der Film ist komisch, aber nicht albern, politisch, aber nicht missionarisch, intelligent, aber nicht intellektuell, und emotional, aber nicht sentimental. Ein Comeback für den Deutschen Film.

AZ
Info
Deutsche Originalversion
Deutschland 2003, 121 min
R Wolfgang Becker
B Bernd Lichtenberg, Wolfgang Becker
K Martin Kukula
M Yann Tiersen („Die fabelhafte Welt der Amélie“)
D Daniel Brühl (Alex), Katrin Saß (Mutter), Chulpan Khamatova (Lara), Maria Simon (Ariane), Florian Lukas (Denis), Alexander Beyer (Rainer), Burghart Klausner (Vater), Franziska Troegner (Frau Schäfer), Michael Gwisdek (Direktor Klapprath)