Sick: The Life and Death of Bob Flanagan, Supermasochist

Fessle mich

Mittwoch, 28.7.2004 20:15  ! Programmkino Rex
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Publikumspreis des Filmfestivals Los Angeles, Spezialpreis der Jury in Sundance, Preise von amerikanischen Kritikerverbänden: das sind nur einige der Preise, die dieser ungewöhnliche, drastische, konfrontative Dokumentarfilm über den Performancekünstler Bob Flanagan gewann. Schon in frühester Jugend beschloß der mit der Erbkrankheit Mukoviszidose geborene Flanagan (der zwei Geschwister durch ebendiese Krankheit verlor), ein kämpferisches Leben zu führen - nicht indem er gegen, sondern indem er mit der Krankheit kämpfte, oder auch - mit seinen Worten - "Krankheit mit Krankheit bekämpfte". Um seine dauerhaften Schmerzen zu ertragen, entwickelte er sadomasochistische Performances und machte den Schmerz zu seinem Lebensinhalt. Die letzten zwei Jahre seines Lebens dokumentiert dieser radikale Film. Sicherlich eine Herausforderung an den Zuschauer - sowohl in Bezug auf das Ertragen schmerzhafter Bilder, aber auch im Kampf gegen eigene Vorurteile. Wer sich darauf einläßt, erlebt einen aussergewöhnlichen Film über das Leben, den Umgang mit dem Tod - und einen zauberhaften "Real-Life" Liebesfilm zweier Aussenseiter.

AH