The American Nightmare

Donnerstag, 3.2.2005 20:00 Audimax
0:00 The American Nightmare

„Warum braucht eine Kultur einen Horrorfilm? Was ist ein Monster und was ist die Funktion eines Monsters?“ An diese Fragen des Regisseurs könnte man noch die Überlegung anschließen, was es über eine Gesellschaft und ihren Zustand aussagt, welche Horrorfilme und Monsterfiguren sie unter welchen Umständen hervorbringt und bevorzugt.
Diesen und anderen spannenden Themen spürt der entlarvende Dokumentarfilm am Beispiel des amerikanischen Horrorrevivals der 70er Jahre nach, als einige Heute zu berühmten Regiegrößen ( z.B. Wes Craven, John Carpenter, David Cronenberg ) aufgestiegene einfallsreiche Einzelgänger weit abseits von Hollywoods Geldquellen, aber auch frei von dessen durch den kalten Krieg codierten Metaphern und Schemata, die bis dahin geltenden Regeln des Genres auf den Kopf zu stellen begannen und dabei fast nebenher den Grundstein für die Independant-Filmszene der USA legten.
Ausschnitte unvergesslicher Filme wechseln einsichtsvoll zusammengestellt mit freimütigen Interviews, in denen die damaligen Pioniere unverstellt ihre Motivationen, Ziele, Arbeitsmethoden und Produktionsbedingungen schildern und dabei auch tiefe Einblicke in den kreativen Entstehungsprozess von Filmen und das Funktionieren des Filmbusiness in und außerhalb von Hollywood geben, was der Dokumentation einen einzigartigen Stellenwert weit jenseits der Behandlung einer Genreentwicklung verleiht.

„Dieser ... Dokumentarfilm erhellt die Frage, warum wir uns die Augen zuhalten, uns vor den Alpträumen fürchten, die wir anschließend haben werden – und trotzdem immer wieder ins Kino gehen, um mehr davon zu sehen.“ (Internationales Filmfestival Toronto)

„Der Film präsentiert die Meister des Genres - und ihre Arbeit: einige der furchteinflößendsten Filme aller Zeiten.“ (Berlinale Forum)

„Diese Filme reflektierten die stürmischen Ereignisse der Zeit, die verstörenden Bilder des Vietnam-Krieges in den Abendnachrichten und die Auswirkungen von Rassismus, Anti-Kiegs-Demonstrationen und der sexuellen Revolution auf die Gesellschaft.“ (Berlinale Forum)

MS