Das Netz

Mittwoch, 7.6.2006 20:45  ! Programmkino Rex
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Was haben die Hippiekultur und die Anfänge der Kybernetik miteinander zu tun, was LSD und die CIA, Horkheimer und Adorno mit militärischer Forschung, die künstlerische Avantgarde der 60er und 70er mit der Entstehung des Internets? Was ist der F-Faktor und was wurde auf den Macy-Konferenzen verhandelt?
Und was hat es zu bedeuten, wenn ein genialer Wissenschaftler nach einem brillianten Harvard-Abschluss und dem Beginn einer steilen Karriere seine hochdotierte Professur kündigt und anfängt, ohne Strom und fließend Wasser in einer Waldhütte zu leben, die dem von Henry David Thoreau (1817-62) formulierten Ideal nachempfunden ist und deren Nachbau im „Whole Earth Catalog“ vom Erfinder des Begriffs „Personal Computer“ empfohlen wird?
Was steckt schließlich dahinter, wenn dieser Einsiedler 1996 unter dem Verdacht verhaftet wird, der Unabomber zu sein, der zwischen 1976 und 1995 Flughäfen, Universitäten, Forschungseinrichtungen, Wissenschaftler und Manager mit Anschlägen überzog?
Der Film trägt zu alldem eine erstaunliche Fülle an Fakten zusammen und überläßt das Urteil uns, also Vorsicht: keine Baby-Fertignahrung aus der Fütterungsmaschine, sondern ein reichhaltiges Menü mit Selbstbedienung.

„...baut Dammbeck in „Das Netz“ ein Geflecht von Beziehungen auf, die auf den ersten Blick nicht zu vermuten waren.“ (Filmdienst)

“Das Netz“ beschäftigt sich mit den Ideen, dem geistigen Klima, die zur Entwicklung der Kybernetik, von künstlicher Intelligenz und dem Internet geführt haben – und mit den Folgen, die diese Technologie für das Selbstverständnis des Menschen hat.“ (epd Film)

MS