Ein Partyszenario in der ostdeutschen Provinz. Festgehalten auf VHS, in amateurhafter Manier. Bildkomposition egal, wichtig ist der Moment. Es ist SPÄTSOMMER 91. Die Trivialität des Privaten ist eine der Stärken dieses Films. Mit ironisch-lakonischer Verve beschreibt der Autor selbst aus dem Hier und Jetzt das Geschehen von damals und entwirft dabei einen unterhaltsamen Kommentar und gleichzeitig eine subtil-kritische Allegorie auf den „Blues“ der Nachwende-Zeit. Ein scheinbar kleiner Film, der an das Erinnern erinnert. An das Erzählen mit einfachen Mitteln. Und daran, dass Kurzfilm längst nicht nur Sache des Nachwuchses ist. Kurzfilm ist eigenständig wie eigenwillig. Kurzfilm kann Humor, ohne lustig sein zu wollen. Kurzfilm ist nicht zufällig. Konzipiert, geschrieben und montiert von Olaf Held. Produziert und präsentiert von der Chemnitzer Filmwerkstatt — seit vielen Jahren dem kurzen Film und der Liebe zum Filmemachen eng verbunden. Eine kreative Kombination, die es auf dem Radar zu behalten gilt!



