Überall ist Krieg. Die Klimakatastrophe kommt auf deiner überteuerten Dachmietwohnung an. Der Rechtsruck ist scheinbar unaufhaltbar. Das beste, was dein derzeitiger Staatschef bisher gemacht hat, ist seinen gottlos langen Urlaub zu verlängern und BAföG gönnt dir nicht mehr, weil du mittlerweile nicht mal mehr mitzählen kannst, in welchem Semester du bist - Vermisst du die gute alte Zeit?
Wir können zwar nicht die Zeit zurückdrehen, aber zumindest können wir dich an deine edgy teenage Twihard-Jahre erinnern, als die wichtigste Frage für dich “Jacob oder Edward” war. Denn wir zeigen endlich den wohl ultimativen Klassiker des “Blaustich”- und “hinterfrage nicht den Age Gap”-Genres.
In “Twilight” geht es um Bella (Kristen Stewart), den self insert der mormonischen Autorin Stephenie Meyer, die neu in eine ländliche Stadt im Nirgendwo Washingtons kommt. Natürlich ist sie direkt der talk of the town und fällt auch so bald ins stalkerische Auge von hot-shit sparkle-Vampir Edward (Robert Pattinson - der noch Jahre später verzweifelt versuchen wird, sich seine Cinephile-Seele mit immer neuen Arthouse-Filmen reinzuspielen - ihm würde wohl zumindest unser Programmalternativtitel gefallen: “Bella, this is the skin of a letterboxduser”).
Im Laufe der (Meyer merkbar im Traum erschienen) Handlung folgen noch jede Menge shakespearesche Konflikte, ein cinematographisch einzigartiges Baseballspiel und nicht vergessen dürfen wir natürlich den Liebesrivalen (Taylor Lautner - welcher hier jedoch nicht der dauerhaft oberkörperfreie Wolf ist). Die beste Liebesgeschichte der Menschheit entfaltet sich: Kommen Bella und Edward zusammen? Oder doch Bella und Jacob? Oder gibt uns Meyer gar das, was wir Zuschauer wirklich wollen und Edward und Jacob können zusammenkommen???



