Deutschland in der unmittelbaren Nachkriegszeit: Ein Film soll entstehen, doch worüber eigentlich? Eine Komödie, so kurz nach dem Krieg? Es existieren weder ein Drehbuch noch Einigkeit über das Thema. Regisseur, Autor und Hauptdarsteller streiten sich nach wie vor hitzig darüber. Erst als zwei Bekannte des Autors – ein Bauernmädchen und ein Berliner Kunsthändler – das entstehende Filmprojekt besuchen, beginnt der Autor, die gemeinsame Geschichte der beiden zu erzählen...
Der Film wurde 1947 unter der Regie von Rudolf Jugert mit sehr bescheidenen Produktionsmitteln im zerstörten Nachkriegsdeutschland realisiert. Jugert schuf mit diesem pointenreichen Film ohne Titel trotz des ernsten Hintergrunds ein ironisches Spiegelbild der deutschen Nachkriegsgesellschaft.
Wir freuen uns, in diesem Wintersemester zum dritten Mal in Folge, mit der Filmstelle des Instituts für Geschichte (IfG), einen Film im Audimax zu präsentieren. Die Filmstelle des IfG, nutzt Filme als historische Quellen in Lehre und Forschung. Im Anschluss laden Prof. Dr. Nicolai Hannig und Studierende des IfG herzlich zur gemeinsamen Diskussion ein.
NG, Wintersemester 2025/2026
Thema und Milieu dieses Films sind nicht gerade anspruchsvoll oder neuartig. Was ihn aber aus der Reihe thematisch ähnlich gelagerter Filme heraushebt, ist die Betrachtung der Geschehnisse aus den Blickwinkeln der einzelnen Handelnden heraus. Aus der geistvollen Diskussion über die filmische Gestaltung einer zeitnahen Liebesgeschichte entwickelt der Film eine lebendige Komödie um die Probleme der Nachkriegszeit. Die Haupthandlung steht als Illusion einer Erzählung im Handlungsrahmen, Haupt- und Rahmenhandlung verschmelzen in der Gegenwart‚ wodurch eine glaubhaftige Verbindung beider gelang.
Programmheft Sommersemester 1956



