Reservoir Dogs - Wilde Hunde

Donnerstag, 11.12.2003 20:00 Audimax
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Als wir Tarantinos Erstlingswerk im Wintersemester 1993/94 erstmals im AudimaxX zeigten, gab es Begeisterung, aber auch totale Ablehnung. Unvergessen Kommentare wie: „wenn Ihr von diesem geisteskranken Regisseur nochmals Filme zeigt, kommen wir nie wieder in den Filmkreis“. Ein Jahr später, nach „Pulp Fiction“, war „Reservoir Dogs“ dann plötzlich der am häufigsten aufgeführte Film auf unseren Wunschlisten. Wie etwa auch bei Michael Moore, dessen frühe Werke wir ebenfalls vor „Bowling For Columbine“ – leider vor viel zu wenig Zuschauern! – gezeigt haben, waren wir wieder einmal schneller als die meisten...

Und hier ist er nochmals: der knallharte, brutale, zynische, eiskalte Thriller von Tarantino, in dem sich die Verbrecher Mr. White, Mr. Orange, Mr. Pink, Mr. Blonde, Mr. Brown, Mr. Blue, Nice Guy Eddie und Joe Cabot auf einen Raubüberfall einlassen – und im Anschluß daran in ihren Reihen einen Verräter suchen müssen.

AH


Programmheft WS 93/94:

Der Auslöser der Geschichte, ein Raubüberfall, ist nie im Bild zu sehen. Nach einem gemeinsamen Frühstück, zu dem sich das Verbrechergrüppchen Mr. White, Mr. Orange, Mr. Pink, Mr. Blonde, Mr. Brown, Mr. Blue, Nice Guy Eddie und Joe Cabot trifft — sie kennen einander nicht — erfolgt ein Schnitt: Die Gangster sind auf dem Rückzug, einer ist tot, einer schwer verwundet, einer wird vermißt, der Rest wirkt verwirrt und verängstigt. Sie sammeln sich in einem alten Lagerhaus — und müssen annehmen, daß sich in ihren Reihen ein Verräter befindet.

Im Versuch, das Geschehene zu rekonstruieren, wechseln hysterische Dialoge mit Ausbrüchen planloser Gewalt. Ein Thriller der Sonderklasse, hart, kantig, brutal; zynisch, eiskalt. Ein bitterer Film über Konsequenzen, dessen Nihilismus und Gefühlskälte einzigartig ist. Man kann ihn nicht lieben aber seiner Faszination kann man sich nicht entziehen.

„Der aufregendste Film der Saison.“ (Frankfurter Rundschau), „Furiose Inszenierung, glänzende Schauspieler.“ (Filmdienst), „Der aufregendste Debütfilm im amerikanischen Kino.“ (Die Zeit), „Ein Film, wie er nur selten zu sehen ist.“ (epd-Film).