Thirteen Days

Dienstag, 14.2.2006 20:00 Audimax
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Kuba, 14.10.1962. Bei einem Aufklärungsflug über die kommunistische Insel endeckt ein US-Flugzeug eine sowjetische Raketenabschußbasis. Diese Nachricht läßt in Washington die Alarmglocken leuten. Durch die Raketenbasis auf Kuba wäre die Sowjetunion in der Lage, alle wichtigen Großstädte der USA mit Atomwaffen anzugreifen, ohne daß den USA die Zeit zum Gegenschlag bliebe. Immerhin, noch sind die Raketen nicht einsatzfähig, denn wichtige Bauteile sind noch auf See. Die Hardliner im Pentagon drängen den jungen Präsidenten John F. Kennedy zu einem Militärschlag gegen Kuba, doch sein Berater Kevin O'Donnell rät ihm davon ab. Er befürchtet, daß ein Angriff auf Kuba geradewegs in den atomaren 3. Weltkrieg führen würde. Dennoch muß Kennedy reagieren. Er beschließt eine Seeblockade der Karibikinsel und droht der Sowjetunion offen mit einem Atomschlag, falls diese von Kuba aus die USA oder ein verbündetes Land angreifen würden. Die Krise spitzt sich zu, als die sowjetischen Schiffe ihren Kurs nicht ändern und am 27.10. ein U2-Aufklärungsflugzeug über Kuba abgeschossen wird. Es scheint nur noch eine Frage von Stunden zu sein, bis es zum 3. Weltkrieg kommt.

"Thirteen Days" ist die wohl gelungenste Darstellung der Kubakrise, die in den letzten Jahren ins Kino kam. Die Geschichte wird historisch akkurat erzählt, ist dabei gleichzeitig unglaublich spannend. Der Film bietet aber auch ruhige Momente, etwa wenn Kevin O'Donnell abends nach Hause kommt und seine Straße lange betrachtet. Da versteht der Zuschauer: Dies ist seine Welt und morgen könnte es sie vielleicht nicht mehr geben.

TN