Requiem for a Dream

Mittwoch, 30.10.2002 20:00  ! Programmkino Rex
0:00 Requiem for a Dream

Träume hat jeder. Harry Goldfarb träumt davon, mit seiner Freundin ein kleines Modegeschäft zu eröffnen. Der größte Traum seiner Mutter Sara wiederum ist ein Auftritt in ihrer Lieblings-Fernseh-Show. Harry dealt mit Drogen, um seinem Traum näher zu kommen. Sara lässt sich Medikamente verschreiben, die helfen sollen, ihrem Verlangen nach übermäßigem Essen zu entkommen und so ihr Schönheitsideal zu erreichen. Der Sommer lässt alle positiv in die Zukunft blicken, doch bald müssen sie erkennen, dass Drogen - ob legal oder illegal - nicht wirklich zur Verwirklichung von Träumen helfen, sondern diese eher zu Grabe tragen.
Der Film beginnt relaxt und heiter, legt aber zunehmend an Tempo zu und mündet schließlich in einen stakkatoartigen Angriff auf die Sinne und das Empfinden des Zuschauers, bis auch die letzten Hoffnungen purer Verzweiflung gewichen sind. Nichts für schwache Nerven also. Dank der Experimentierfreude des Regisseurs Darren Aronofsky, der zuvor mit "Pi" für Aufsehen sorgte, dank der großartigen Musik Clint Mansells, die zusammen mit dem Kronos-Quartett eingespielt wurde, und nicht zuletzt dank der schauspielerischen Leistungen, allen voran der von Ellen Burstyn, wurde aus dem Film eines der Highlights der amerikanischen Independent-Szene.

"Um diesen Trip zu erleben, braucht der Zuschauer nicht nur Findigkeit, sondern vor allem eins: Mut." (Spiegel Online)

"Requiem for a Dream ist (...) als Kinostück der härteste, unbarmherzigste Drogen-Horrortrip" (Der Spiegel)

AF